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| Notiziario Grandi Vini Consorzio Export - nr 20 Winter 2007 | Die Firmen: | ||||||||||||||||||||
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Wie immer veröffentlichen wir die Abschlusszahlen der Produktion 2007, die vom Italienischen Önologenverband Assoenologi ermittelt wurden und das Ergebnis von Tausenden von Erhebungen aus verschiedenen Quellen sind. Basis sind Schätzungen auf lokaler Ebene, die von den 17 Zweigstellen durchgeführt werden. Die Daten werden anschließend mit Myriaden anderer Informationen abgeglichen, die der Hauptsitz von Assoenologi unabhängig davon erhebt, und abschließend macht der Computer die Daten kompatibel, rationalisiert sie und indiziert die erforderlichen Korrelationen zur Überprüfung. Dieses System erlaubt Assoenologi seit Jahren, zwischen August und Oktober objektiv und glaubhaft Prognosen zur laufenden Weinlese zu formulieren, die dann später von ISTAT (entspricht dem Statistischen Bundesamt) mit kleinen Abweichungsmargen bestätigt werden. Als Beleg dafür möge genügen, dass der Unterschied zwischen den Daten von Assoenologi und ISTAT lediglich 1,5% beträgt (mehrjähriger Durchschnitt). Am Ende des Artikels ein Interview mit Assoenologi-Generaldirektor Dr. Giuseppe Martelli. Reduzierte Erträge, steigende QualitätDie weltweite Weinproduktion, die Dreijahresperiode 2004 bis 2006 als Basis genommen, beträgt etwa 300 Mio. Hektoliter, von denen 170 Mio., also knapp 60%, aus den EU-Ländern kommen. 17% der Weltproduktion und 30% der Gemeinschaftsproduktion "sprechen immer noch italienisch". "Immer noch" deshalb, weil der Durchschnitt unserer Erträge je nach betrachteter Periode unterschiedlich ist: es sind 61,7 Mio. Hektoliter im Jahrzehnt 1987/1996, die auf 51,4 Mio. im Zeitraum 1997/2006 sinken und sich weiter auf 48,4 Mio. verringern, wenn der Durchschnitt auf Basis der letzten 5 Jahre kalkuliert wird. Parallel dazu ist auch die der Weinerzeugung gewidmete Rebfläche für nicht die gleiche geblieben: die 1,23 Mio. Hektar von 1980 waren 1990 bereits auf 0,97 Mio. geschrumpft und reduzierten sich nach und nach auf derzeit 792.000 ha. In den letzten 15 Jahren sind 178.000 ha Weinberge aufgegeben worden, kaum weniger als heute Piemont und Sizilien zusammen umfassen, Eine Tatsache, die zwar Besorgnisse rechtfertigt - während Italien Rebflächen rodet und umstellt, registrieren andere Länder Neubestockung und erobern Marktposition – wobei jedoch festzustellen ist, dass sich unser Weinbau sich spezialisiert und von Überflüssigem befreit hat zugunsten einer spürbaren und allgemein anerkannten Qualitätssteigerung. Zwanzig Jahre EntwicklungDer italienische Wein hat sich im Laufe von zwanzig Jahren vom Lebensmittel zum Genussmittel verwandelt. Bis 2002 sind unsere Exporte zehn Jahre lang ununterbrochen gestiegen und haben beachtliche Rekordwerte erzielt. 2001 wurde im Ausland erstmals mehr Flaschenwein als loser Wein abgesetzt. 2002 haben in den USA unsere Stillweine die französischen sowohl in der Menge als auch im Wert überrundet,: die Vereinigten Staaten sind heute unser wichtigster Markt. 2003 hat der Wein den Spitzenplatz im Agrar- und Nahrungssektor erreicht, d.h. auf 100 Euro Exportumsatz entfallen 20 Euro auf Produkte des Weinbergs. Derzeit umfasst der Bilanzposten "Wein" im Durchschnitt 40% unserer agroalimentaren Exporte nach Kanada, in die USA und nach Japan. 2003: die Exporte stagnierenTrotz dieser exzellenten Performance stagnieren 2003 unsere Exporte. Mit Ausnahme der Exporte nach Spanien und Russland (plus 29% bzw. 54%), England und Schweiz (+2%) und in die USA, Kanada und die osteuropäischen Länder, die sich auf dem Level von 2002 halten konnten, waren italienische Provenienzen auf allen anderen Märkten rückläufig und verzeichneten 2003 ein mengenmäßiges Minus von 16%, das zu 80% auf das Segment lose verkaufter Wein zurückzuführen ist. 2004 und 2005 Wiederbelebung der Exporte2004 legt Italien erneut zu, und 2005 sind die Verluste wieder wettgemacht. Die Mühen waren nicht umsonst: die Daten von 2004 registrieren plus 5% wertmäßig und 6% im Volumen mit weiter aufsteigender Tendenz, die sich 2005 bestätigt mit einem Wachstum von 3,1% im Wert und 10% im Volumen im Vergleich zur Vorjahresperiode. Im Unterschied zu früheren Zeiten hat der Aufschwung jedoch nicht einheitlichen Charakter, sondern ist heterogen, was bedeutet, dass es Unternehmen mit "Rückenwind" gibt und andere, die tiefrote Zahlen schreiben, sowie Weine, die "ziehen", und andere, die wenig gefragt sind. Eines steht jedenfalls fest: bis gestern noch waren die Erzeuger richtungsweisend, jetzt ist es immer mehr der Markt, auf der Grundlage der Preis/Qualitätsleistung für Weine der mittleren Güteklasse und des Verhältnisses von Preis/ Qualität/ Image für die Spitzenweine. 2006 und 2007: HöhenflügeWährend die Inlandsnachfrage weiterhin sinkt, so dass wir Assoenologi zufolge inzwischen bei einem Pro-Kopf-Konsum von 49 l gegenüber den mehr als 100 l der siebziger Jahre angelangt sind, sind die Exporte, wenn auch mit Höhen und Tiefen, wieder im Aufwind. Das Exportjahrvolumen konnte 2006 mengenmäßig um 11,5% und wertmäßig um 5,8% zulegen (mit 18 Mio. Hektoliter um 1,9% mehr als 2005). Auch das erste Trimester 2007 zeigt eine satte Steigerung, mit plus 14,5% iin der Menge und 11,4% im Wert im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres. Assoenologi hält eine signifikante Steigerung des Inlandkonsums für unwahrscheinlich, und insofern entscheidet sich die Entwicklung in Zukunft auf dem Feld der Identifizierung und Eroberung wachsender Markträume im Ausland. ERNTE 2007Der Ertrag im ÜberblickWir stehen vor der ertragsschwächsten Lese der letzten 60 Jahre. Faktisch wird sich die Produktion auf etwa 40.5000.000 Hektoliter Wein belaufen, also um mehr als 18% weniger als im Erntejahr 2006 (49.631.000 hl). Im Norden wird die Lese 2007 als eine der frühesten seit 70 Jahren in Erinnerung bleiben: in einigen Zonen haben die Arbeiten in der ersten August-Dekade begonnen, zwischen 10 und 20 Tagen früher als im Mehrjahresdurchschnitt. Die extremsten Ertragsminderungen sind in Süditalien zu verzeichnen. Die Qualität im ÜberblickDie Absonderlichkeiten des Klimaverlaufs, die die gesamte Vegetationsperiode kennzeichneten, haben bei den früh reifenden Varietäten zu einer heterogenen Qualität mit Höhen und Tiefen geführt, die aber insgesamt recht interessant ist. Die Güte der nach Mitte September geernteten Traubensorten ist hervorragend mit einigen Spitzenwerten. Mittelitalien hatte letztlich mehr Glück als der Süden, wo Nässe im Frühling und Hitze im Sommer die erhofften Resultate zunichte gemacht haben. Im Norden zeigen die Roten höchstes Niveau mit herrlichem Duft und einer üppigen Fracht von weichen Tanninen dank der optimalen phänologischen Reife. Aber auch im Süden belegen Proben in den Kellereien, dass aus adäquat vor Rebkrankheiten geschütztem Lesegut, das nicht durch Trockenheit und Dürre geschädigt wurde, Weine mit durchaus interessanten Charakteristiken gewonnen werden konnten.
"Wir stehen vor einer sehr verfrühten Weinlese" - konstatiert Dr. Giuseppe Martelli, Generaldirektor von Assoenologi - "für die man mit Ausnahme des Jahres 2003 kein Äquivalent in den letzten 70 Jahren findet und die auf die Klima- und Wetterbedingungen zurückzuführen ist.
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