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| Notiziario Grandi Vini Consorzio Export - nr 20 Winter 2007 | Die Firmen: | ||||||||||||||||||||
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Die Historie Eine jahrelanger Streit in Sachen Tocai wurde zwischen den venetischen und friaulischen Winzern und den ungarischen Erzeugern ausgetragen. Die ursprüngliche kommerziell motivierte Polemik betraf Frankreich wegen einem dem ungarischen Tokajer ähnlichen, im Elsass produzierten süßen Weißwein namens Tokay d'Alsace; die Ungarn fühlten ihre Stellung auf dem Markt bedroht und prozessierten gegen die Nutzung des Namens Tokaj für ein nicht original ungarisches Produkt. Aufgrund der Lautassonanz zwischen dem ungarischen "Tokaj" und dem Namen des Friauler Weins "Tocai" wurde in der Folge auch die Region Friaul Julisch-Venetien Gegenstand der Polemik – doch während der Protest gegen das französische Erzeugnis fundiert sein konnte, gilt dies nicht im Fall des Friauler Weins, da es sich im vollkommen verschiedene Rebsorten und Weine handelt: der ungarische Tokajer ist ein bernsteinfarbiger Dessertwein verschiedener Süßegrade, der je nach Stil vier bis acht Jahre im Holz reift, 15 Vol.-% Alkohol und mehr als 5% Restzucker aufweist und aus der Hauptrebe Furmint und anderen Varietäten erzeugt wird; der Tocai Friulano ist hingegen ein jung (als Aperitif oder Essensbegleiter) zu trinkender Wein mit niedrigem Alkoholgehalt, der sortenrein aus der Traubensorte Tocai gewonnen wird. AmpelographieDie morphologischen Charakteristiken der Rebsorte erinnern an Sauvignon, mit dem man sie oberflächlich verwechseln könnte. Die Unterschiede evidenzieren sich in der Blattform: beim Tocai ist die Unterseite glatt und die Blattbucht geschlossen, beim Sauvignon behaart und U-förmig geöffnet. Das voll entwickelte Blatt ist von mittlerer Größe, rundlich oder pentagonal, meist dreilappig, oft auch mit zwei zusätzlichen Seitenlappen; die Oberseite von matter hellgrüner Farbe mit grünen oder teils rötlichen Nervaturen; die Unterseite helles Wiesengrün mit schwach ausgeprägten leicht samtigen grünen Nervaturen; Spreite mit unregelmäßiger, spitzer Zahnung; mittellanger, unbehaarter grüner Stiel mit rötlichen Nuancen. Pyramidenförmiger Blütenständer mit selbstbefruchtenden Zwitterblüten. Bei Vollreife 15-20 cm lange, kegel/pyramidenförmige, durchschnittlich kompakte Traube mit 1 oder 2 Flügeln; leicht ovale Beeren mit goldgelben, zart gepunkteten, bereiften und ziemlich dicken Schalen und saftigem, weichem Fruchtfleisch. Mit Ausnahme des Prosecco-Anbaugebiets in der Provinz Treviso, zählt Tocai Friulano im östlichen Veneto und in Friaul zu den verbreitetsten weißen Rebsorten. Auch bildet sie eine interessante Enklave im veronesischen Territorium von S. Martino della Battaglia und Umgebung. Die bekanntesten Rebsortenweine stammen aus den Anbauzonen Collio, Colli Orientali und der Lison-Ebene von Portogruaro. Da die Tocai-Rebe trockene Böden bevorzugt, wird sie speziell auch im Grave-Gebiet kultiviert. Vinifikation Da der Wein leicht oxidationsanfällig ist, empfiehlt sich für die italienische Tocai-Rebe die Vinifizierung “in weiß”, also ohne Maischestandzeit, da hierbei mit der Auflösung der in den Schalen konzentrierten Flavone (gelbe Farbstoffe) im Wein dessen Farbe bräunen, Duft und Geschmack verschlechtern und die Oxidation begünstigen würde. Auch von der Cryomazeration ist abzuraten, denn obwohl sie die Gewinnung von wohlduftenden und nicht oxidierbaren Weinen erlaubt, legt man für den Tocai Wert auf Eleganz, ohne überladene Aromenfracht. Die wesentlichen Probleme bei der Weinbereitung betreffen die Mostklärung und, da die Trauben oft von Graufäule attakkiert werden, die Notwendigkeit sorgfältigster Kontrollen und Maßnahmen (Schwefeln, Niedrigtemperaturen) zur Vermeidung von Oxidation und dem gefürchteten „Essigstich“. Für die Abschaffung des erstgenannten Problems hilft man sich während der Wintermonate durch Kühlung und nimmt, falls notwendig, zu Frühjahrsbeginn eine ultimative Klärung vor. Weincharakteristiken Tocai Friulano ist ein delikater, feiner, trockener, fruchtiger Wein mit durchschnittlich 12,5 Grad Alkokol, jung zu trinken als Aperitif oder zum ganzen Mahl. Mittlere bis niedrige fixe Säuregehalte mit höheren pH-Werten als in anderen Weißweinen beeinträchtigen mitunter diie Harmonie und Lagerfähigkeit des Gewächses. Gastronomische Abstimmungen: magere Vorspeisen, Suppen, Minestrone, Gemüse- oder Fischrisotti und vor allem frittierte, gegrillte oder von Saucen begleitete Fischgerichte sowie milde Käsesorten; bei 11 bis 12 °C zu servieren. Helles Stroh- oder Goldgelb, auf zitronenfarbig tendierend; an der Nase nicht sonderlich intensiver, doch charakteristischer, feiner und angenehmer Duft; am Gaumen herbtrocken, frisch, abgerundet, warm, sortentypische Bittermandelnuance, harmonisch. Chemisch, scharf: an der Nase wärmender Eindruck von Äthanol (Äthylalkohol); Copyright © 2005 - Convivium2000 |
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