Michele Chiarlo
Lichtstrahl im östlichen Firmament
von Laura Botto
Michele Chiarlo: ein Name, ein Mann, ein Unternehmen, ein die Welt eroberndes Imperium.
In all diesen Jahren haben wir den piemontesischen “Kondottiere” kennengelernt, der dahinter steckt; einen Unternehmer, der seit über fünfzig Jahren unbeirrbar dem Weg der Qualität folgt – jene oft beträchtliche Mühen und Opfer fordernde Qualität, die einem echten und dauerhaften Erfolg führt.
Jeder der Wein erforscht, kennt und liebt weiß aber auch, dass sich das im Weinberg geborene, im Keller perfektionierte und im Glas Ausdruck findende Naturgeschöpf heute mehr denn gegen eine Myriade von Angeboten und Konkurrenten der globalen Markszene behauptenund mit den von Jahr zu Jahr und von Land zu Land wechselnden Ansprüchen des Verbrauchergeschmacks konfrontieren muss..
So muss sich auch das Unternehmen Michele Chiarlo ungeachtet seines unangefochtenen Prestiges unermüdlich für diesen “Stellungskrieg” wappnen und täglich Siege im Feld davontragen – was ihm auch gelingt indem er demonstriert, dass Spitzenqualität synonymisch Erfolg bedeutet.
Anerkennungen in Italien gibt es zuhauf – zulezt mit den vom “Guida D'Oro Veronelli” (der die jeweils besten Weine des Jahrs prämiert) verliehenen “Drei Supersternen”.
Doch die signifikantesten Achtungsbeweise sind von internationaler Tragweite - beispielsweise wurde anlässlich der International Wine Challenge Awards in London der Montemareto Countacc 2004 als bester aller verkosteten Rotweine mit der “Piedmont Wine Trophy” prämiert.
Höhenflüge für Michele Chiarlo, in doppeltem Sinn, denn die 1926 gegründete deutsche nationale Fluggesellschaft Lufthansa, die 192 Hubs in 78 Ländern der Welt unterhält, hat den Montemareto Countacc 2004 als italienischen Rotwein für die Erste Klasse gewählt, nach langen Vorselektionen von gut hundert Gewächsen der höchsten Güteklasse, seitens der Kommission unter dem Vorsitz des Sommelier-Weltmeisters Markus de Monego: Das bedeutet, dass Lufthansa seine First Class-Passagiere ab März mit Michele Chiarlos Spitzengewächs als einzigem italienischen Etikett verwöhnen wird. Bekanntlich ist der exklusive Bordservice der linieneigenen (und weltgrößten) Catering-Gesellschaft LSG Sky Chefs anvertraut.
Von Europa nach Asien ist es heute ein kurzer Sprung.
Auf emergierenden Märkten wie Korea, Japan und Singapur beansprucht Michele Chiarlo einen Löwen- oder sollte man sagen “Tiger”-Anteil?. In diesen wirtschaftspolitisch bedeutenden Staaten mit enormen Entwicklungspotenzialitäten steigt die Nachfrage für italienische Qualitätsweine – und die als Botschafter anerkannten finessenreichen Kreszenzen Chiarlos liegen wachsend im Trend.
In Knappfassung die dicht mit Events, Begegnungen und Degustationen gespickte “Asientournee” der Michele Chiarlo-Weine mit Etappen in Singapur, Tokio und Seoul:
Schauplatz in Singapore für die namhaften Privatsammlern vorbehaltene Degustation war das berühmteste italienische Restaurant der Stadt, “Garibaldi”. Protagonisten vier historische Crus aus fünf “5 Sterne-Jahrgängen”: Vigna Rionda '82, Rocche '85, Cannubi '96, Cerequio '97 und 2001.
Die Jahrgänge 1982 und 1985 überraschten durch ihre Komplexität und Frische – eine weitere Bestätigung der einzigartigen und langlebigen Charakterstärke der Baroli sowie der Validität der Unternehmenspolitik des Hauses Chiarlo mit Fokus auf die Produktion von Weinen mit intaktem Rebsorten- und Terroircharakter – vielschichtige, ausgeprägt elegante Lagengewächse, die mit einem Perpetuum mobile geschliffener Facetten den Barolo als König der piemontesischen Roten ausweisen.
Das Monumentalbouquet, mit einer Progression von Unterholznoten (Pilze, nasse Blätter, weiße Trüffel) über balsamiche Anklänge (Eukalyptus, Minze) bis hin zu welken Rosenblättern und darüber hinaus, genießt einen hohen Stellenwert in diesem Teil Asiens (Singapur und Hong Kong) wo Barolo-Liebhaber vor allem über zehn Jahre alte Jahrgänge bevorzugen.
Einen offiziellen Verlauf nahm die Teilnahme Chiarlos, gemeinsam mit dem Verband “Grandi Marchi”, an der Messe "Vinitaly Japan" in Tokio, zu deren Anlass in Anwesenheit von 35 Topjournalisten ein traditionelles neungängiges Essen in Verbindung mit 18 großen italienischen Gewächsen organisiert worden war.
Die letzte Etappe der interessanten Tour verlief, stets mit Grandi Marchi, im Rahmen der "Vinitaly Korea", ein Szenario, das vermutlich die größten Überraschungen brachte, denn Südkorea ist ein junger Staat (die Hauptstadt Seoul zählt, den Hafendistrikt Incheon und die Satellitenresidenzstadt Seongnam eingerechnet, über 20 Millionen Einwohner und wurde nach dem Koreakrieg in den 50er Jahren praktisch neu aufgebaut), der sich aber wirtschaftlich rasant entwickelt hat und heute den zehnten Platz im Ranking der global dominanten Wirtschaftsländer belegt.
Was aber in diesen Kontext zählt, ist das wachsende Interesse am Wein, das sich auch in den Importen italienischer Gewächse äußert: 2006 registierte man ein Plus von 47% und im ersten Semester 2007 sogar einen Zuwachs von 112%.
Angesichts dieser Sachlage kommt der Lancierung der Michele Chiarlo-Produkte mit dem neuen Importeur Keumyang (Koreas Number One) eine besondere Bedeutung zu. Alberto Chiarlo präsentierte den Agenten, Sommeliers (Cerequio-Vertikalverkostung) und über 50 namhaften Restaurantbetreibern, Journalisten sowie den Topmanagern des Importeurs Keumyang die Weine des Hauses anlässlich eines Galadiners im (58. Gebäudestock) höchstgelegenen Restaurant der Stadt Seoul. Wobei die jugendliche Alterklasse zwischen 25 und 35 Jahren fast aller Anwesenden erwähnenswert scheint.
Auch in China fand das Unternehmen Michele Chiarlo anlässlich prestigeträchtiger Veranstaltungen und Degustationsevents in Schanghai und in Peking eine Bestätigung der internationalen Hochachtung für seine Weine, auf dem rasch wachsenden und zunehmend auf Produktqualität orientierten chinesischen Markt – auf dem die von Michele Chiarlo signierten Gewächse seit nunmehr 10 Jahren vertreten sind und somit dem vom Distributeur “ASC Finewine Importer” flankierten Unternehmen die Gelegenheit bot, das wachsende Interesse einer zunehmenden Zahl von chinesischen Bürgern für die Weinwelt zu verfolgen. Im Kontext eines lebhaften Markts wie diesem, mit enormen Potenzialitäten und jährlichen Zuwachsraten von 20% sind Achtungsbezeigungen für die Qualität eigener Leistungen besonders willkommen.
Die erste Michele Chiarlo-Performance lief am 14. September in Schanghai, im Hotel St. Regis über die Bühne, für ein Parterre erstrangiger Food and Beverage-Journalisten, Manager großer Hotels und selektierten Weinsammlern.
Im Mittelpunkt stand das von 1990 bis 2003 produzierte Flaggschiff, der Barolo Cerequio, mit einer Vertikalverkostung der 10 besten Jahrgänge. Die Degustatoren waren verblüfft über die individuelle Ausdruckskraft, Komplexität und Eleganz der einzelnen Etiketten und bewunderten die fabelhafte evolutive Potenz des großen Crus insgesamt.
Im Rahmen der von derselben Organisation programmierten, insgesamt fünf Vertikalverkostungen berühmter Roter, erfolgte der Barolo Cerequio-Event als zweiter in der Reihenfolge, nur wenige Wochen nach der dem mythischen, berühmtesten australianischen Weins, Grange von Penfolds, dedizierten Degustation.
Am Tag darauf ging die Reise nach Peking, wo sich dasselbe Happening im China World abspielte, Diplomaten-Absteige und luxuriösestes Hotel der chinesischen Metropoli, im zentralen Geschäftsviertel. Die diversen Restaurants des Hotels sind berühmt für die Qualität ihrer Küche und vor allem für eine generös bestückte Weinkarte, die ihr den (erstmals in Peking verliehenen) Award of Eccellence des Wine Spectator eingebracht hat und als Geheimtipp für Liebhaber großer Etiketten gilt. Auch hier wiederholte sich die Begeisterung des Publikums – Persönlichkeiten der Weinwelt, großen Hotellerie und Journalismus - für den Wein und natürlich auch die Genugtuung Michele Chiarlos, dem “Reich der Mitte” einen Hauch von Magie aus den Hügeln Piemonts übermitteln zu können.